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31.10.11
Eppstein (Höchster Kreisblatt)
In Bremthal gehen die Lichter nicht aus
Gleich mehrere Anträge der SPD befassten sich in der vergangenen Ortsbeiratssitzung mit Vorschlägen, wie im Ort Energie und damit auch Geld gespart werden kann. "Die Ampel an der Comeniusschule schaltet 24 Stunden am Tag, obwohl sie zwölf Stunden nicht gebraucht wird", erläuterte der stellvertretende Ortsvorsteher Klaus-Peter Lange (SPD) den ersten Antrag seiner Fraktion.


Die Stadt wird gebeten, die Ampel in der Niederjosbacher Straße von 18 bis 7 Uhr abzuschalten. Alle Ortsbeiratsmitglieder schlossen sich dem Antrag an.

Erster Stadtrat Alexander Simon (CDU) konnte allerdings wenig zu den Erfolgsaussichten sagen: "Da ist der Main-Taunus-Kreis zuständig. Wir geben den Beschluss gerne weiter."

Denise Castle (SPD) verlas den nächsten Antrag: "Wir bitten den Magistrat zu veranlassen, dass unnötige Doppel- und Dreifachbeleuchtungen verhindert werden." Sie ist wie ihr Parteikollege Lange der Meinung, dass fast alle Straßenbeleuchtungen mit mehreren Leuchtkörpern auch mit einem Leuchtkörper genügend Licht spenden würden.


Sicherungspflicht

"Ein Beispiel ist die Kreuzung Wiesbadener Straße/Freiherr-von-Stein-Straße", so Castle. Stadtrat Alexander Simon hielt dagegen: "Die Stadt hat die Zeichen der Zeit erkannt. Wir waren in diesem Bereich nicht untätig." DIN-Vorschriften und Lux-Werte würden penibel eingehalten. "Die Stadt Eppstein hat die Verkehrssicherungspflicht. Passiert etwas, können horrende Haftungsansprüche die Folge sein."

Schon 2008 und 2009 seien die vorher weißen Quecksilberdampflampen gegen neue, gelbe Natriumhochdrucklampen mit geringerer Wattzahl ausgetauscht worden. "Dadurch sparen wir in Eppstein und den Stadtteilen im Jahr bereits 8000 Euro und 60 000 Kilowattstunden Strom ein und haben 30 000 Kilogramm weniger Kohlendioxid-Ausstoß." Nach Inkrafttreten des neuen Straßenbeleuchtungsvertrags Ende 2009 habe die Stadt auf Ökostrom umgestellt.

Zum Antrag sagte er: "Es gibt zwei Möglichkeiten, Energie zu sparen: in wenig befahrenen Straßen jede zweite Laterne ausschalten, wie es beispielsweise in der Goethestraße praktiziert wird, oder auf Laternen umstellen, die sich automatisch dimmen." Beides werde in Bremthal umgesetzt. Am Bauhof sei beispielsweise an einer Laterne eine Lichtmessstation angebracht, die diesen Vorgang regelt. Simon ist überzeugt: Die Stadt hat alle Möglichkeiten ausgeschöpft.

Der Stadtrat befand damit den Antrag als "überflüssig", nach längeren Diskussionen zog die SPD diesen zurück. Dennoch machte der Ortsbeirat klar: Er möchte in dieser Sache auf dem Laufenden gehalten werden. Ein weiterer Antrag mit der Bitte zu prüfen, inwieweit überflüssige Beleuchtung außerhalb von Wohngebieten abgeschaltet werden kann – zum Beispiel an der Niederjosbacher Straße –, wurde angenommen.

Neue Prüfung
Der vierte "Energiespar-Antrag" der SPD befasste sich mit "alternativen Energien". "Wir bitten den Magistrat, die Installation von Photovoltaik auf der Südseite des ehemaligen Bremthaler Rathauses und des Betriebsgebäudes am Bauhof Bremthal zu prüfen", so Klaus-Peter Lange.

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